{"id":1011,"date":"2011-04-05T14:52:30","date_gmt":"2011-04-05T12:52:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.matala-kreta.eu\/?p=1011"},"modified":"2012-10-22T13:31:24","modified_gmt":"2012-10-22T12:31:24","slug":"today-is-life-tommorrow-never-comes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.matala-kreta.eu\/?p=1011","title":{"rendered":"Today is Life, tomorrow never comes."},"content":{"rendered":"<p>Dieser Satz ist wohl stellvertretend f\u00fcr die damalige Hippie-Philosophie.<br \/>\nGiorgos selbst hatte ihn das erste Mal 1976 an die Mauer unterhalb der Bars geschrieben. Dort gab es damals nur das Cafe \u201e<a href=\"http:\/\/www.matala-kreta.de\/html%20Seiten\/Das%20Mermaid%20Cafe.htm\" target=\"_blank\">Mermaid<\/a>\u201c und das &#8222;Delfini&#8220;.<\/p>\n<p>Er, der immer eine Blume hinter dem Ohr tr\u00e4gt, ist einer der wenigen Einwohner die noch selbst erlebt haben wie der kleine Ort zwischen <a href=\"http:\/\/www.matala-kreta.de\/html%20Seiten\/Matala_1965%20-%201977.htm\" target=\"_blank\">1965 und 1975<\/a> zum Aufenthaltsort der \u201eBlumenkinder\u201c wurde.<\/p>\n<p>Aber wie kam es eigentlich dazu ?<br \/>\nNicht nur in Amerika, wo die Bewegung ihren Ursprung hat, waren die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen vielen jungen Menschen ein Gr\u00e4uel. Sie konnten nichts anfangen mit dem damaligen Materialismus und wollten ein anderes Leben.<br \/>\nSie konnten auch nicht verstehen, wie man sich so kurz nach dem II Weltkrieg wieder hasserf\u00fcllt gegen\u00fcberstehen konnte, anstatt zu versuchen friedlich miteinander auszukommen.<\/p>\n<p>Das alles forderte den Widerspruch geradezu heraus. Nun war es aber wie so oft, nicht \u00fcberall die richtige Zeit dazu. Nicht nur die damaligen Machthaber waren egoistisch wie immer, die Bev\u00f6lkerung war froh \u201eihren\u201c Frieden zu haben, und zufrieden mit der Welt geteilt in Gut und B\u00f6se.<br \/>\nAlso wurde der Protest durch die Hippies anders formuliert. Sie wollten auf keinen Fall so leben wie ihre Eltern und so lebten sie f\u00fcr den Augenblick.<\/p>\n<p>\u201eHeute ist heute, ein Morgen gibt es vielleicht nicht mehr\u201c.<\/p>\n<p>Es war eine autorit\u00e4re Zeit und man wollte antiautorit\u00e4r leben. Es wurde eine neue Gemeinschaft angestrebt. Man duldete keine Vorschriften und niemanden der sagte was getan werden soll. Ohne Zw\u00e4nge und Unterdr\u00fcckung sollte die N\u00e4chstenliebe am wichtigsten sein.<br \/>\nAus diesen Gr\u00fcnden fanden auch viele, die aus einem strengen christlichen Elternhaus kamen, ihr Gl\u00fcck in den \u00f6stlichen Religionen und begannen zu meditieren.<\/p>\n<p>Die pr\u00fcde Einstellung der Eltern wurde durch die \u201efreie Liebe\u201c ersetzt, die Engstirnigkeit manchmal durch Bewusstseinserweiterung mit Hilfe von Drogen.<br \/>\nAus den engen und anonymen St\u00e4dten entfloh man in die freie Natur, also fand man Orte die abgeschieden von der modernen Zivilisation den Ursprung boten.<br \/>\nAber machen wir uns nichts vor, auch damals war nicht alles gern gesehen. Die Ersten fingen an ihre H\u00e4user abzuschliessen, und um die Felder gab es damals noch keine Z\u00e4une.<\/p>\n<p>Und, vergessen wir nicht die Zeit vor den \u201e<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Beat_Generation\" target=\"_blank\">Beats<\/a>\u201c, \u201e<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beatnik\" target=\"_blank\">Beatniks<\/a>\u201c und \u201e<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hippie\" target=\"_blank\">Hippies<\/a>\u201c.<br \/>\nNur ganz kurz, denn man m\u00f6ge sich doch bitte auch mit der zahlreich vorhandenen Literatur \u00fcber Kreta besch\u00e4ftigen.<br \/>\nDarin wird ausf\u00fchrlich auf die Geschichte der gr\u00f6\u00dften griechischen Insel eingegangen.<\/p>\n<p>Beginnend vor ca. 6000 Jahren mit der Fr\u00fchzeit, aus der man erste Nachweise menschlicher Bewohner fand, \u00fcber den ersten R\u00f6mer der 140 v. Chr. Kreta betrat bis hin zu den Gr\u00e4ueln des II Weltkrieges und den folgenden B\u00fcrgerkriegen.<br \/>\n(Funde von Steinwerkzeugen werden auf ein Alter von mindestens 130.000 Jahren zur\u00fcckgef\u00fchrt, sind indes nicht zuverl\u00e4ssig datiert.)<br \/>\nDer r\u00f6mische General C\u00e4cilius Metellus eroberte mit seiner Streitmacht Kreta, Gortys wurde zur Hauptstadt der Provinz und Matala der am meisten frequentierte Hafen. Leider sind aus dieser Zeit fast keine Nachweise zu finden. Lediglich ein paar Fragmente sind im Wasser unter Sand verborgen. Heute noch kann man allerdings in der kleinen Bucht rechts von Matala die Ankerpl\u00e4tze von Schiffen sehen.<\/p>\n<p>Die \u201eH\u00f6hlen\u201c existieren seid der Vorzeit, die R\u00f6mer schafften neue und benutzten sie als Gr\u00e4ber. Die genaue Nutzung in der Vorzeit ist unbekannt, man fand aber Gr\u00e4ber aus dieser und der griechisch-r\u00f6mischen Epoche.<br \/>\nRund um Matala finden sich viele ausgearbeitete Felsen, nah am Wasser Becken wo verschiedene Nutzungen vermutet werden. Haupts\u00e4chlich wird man dort Steine zum errichten von Geb\u00e4uden herausgehauen haben. Einige sind jedoch tief und haben einen \u00dcberlauf, so das sie als Fischbecken gedient haben k\u00f6nnten, andere flache zur Salzgewinnung oder zur Lagerung von Purpurschnecken.<\/p>\n<p>Irgendwann waren auch die R\u00f6mer verschwunden und Gortys erlebte seinen Untergang. Kreta geh\u00f6rte wieder den urspr\u00fcnglichen Einwohnern und Matala geriet f\u00fcr eine lange Zeit in Vergessenheit. Dann kamen Eroberer aus Venedig und der heutigen T\u00fcrkei die lange Zeit blieben. Auch \u00c4gypter, Piraten und Araber fanden eine Zeit lang Gefallen an der Insel.<br \/>\nAber Matala blieb bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts ein kleines unbekanntes Fischerdorf in einer wundersch\u00f6nen Bucht.<\/p>\n<p>Leider gibt es \u00fcber die 80er Jahre, in denen \u00a0Matala\u00a0 wiederum sehr gut besucht war, auch sehr wenig Informationen und Fotomaterial. Zu der Zeit soll es im Ort sehr heiss hergegangen sein. Ich habe von einigen geh\u00f6rt, dass es \u00e4hnlich wie 20 Jahre zuvor gewesen sein soll. Nur mit noch mehr Rucksacktouristen. Damals gab es die Disco \u201eZorbas\u201c noch, man sieht sie heute noch als Ruine zwischen der alten Stra\u00dfe am Berg und dem Funkmast.<br \/>\nEs gab sogar einen \u201eBustransfer\u201c durch einen mit Matratzen ausgelegten VW Bus.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich vermute, dass auch die arch\u00e4ologische Wissenschaft Matala irgendwann wieder ins Licht der \u00d6ffentlichkeit r\u00fccken wird. Denn im Tal und in der Bucht unter wasser gibt es noch einiges zu entdecken.<br \/>\nAber auch ganz aktuell versucht man durch das Festival wieder Interesse zu wecken.<br \/>\nUnd ich pers\u00f6nlich glaube daran, dass es gelingen wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.matala-kreta.de\/html%20Seiten\/Lesestoff.htm\" target=\"_blank\">Lesestoff<\/a><\/p>\n<p>Erscheint jetzt im April\u00a0 Neu:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone\" title=\"Mythos Matala \/ The Myth of Matala\" src=\"http:\/\/www.kreta-buch.de\/webseite\/de\/_images\/mod_sortiment\/sedones16_normal.jpg\" alt=\"\" width=\"196\" height=\"180\" \/><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kreta-buch.de\/webseite\/de\/mythos-matala--the-myth-of-matala,269_1_0_82.5,1%26artikel%3D39\" target=\"_blank\">Mythos Matala \/ The Myth of Matala<\/a><\/p>\n<p>Ein Fotoband aus den 60ern und 70ern \/ Photographs from the Sixties and Seventies.<br \/>\n<a title=\"Informationen zum Autor Arn Strohmeyer\" href=\"http:\/\/www.kreta-buch.de\/webseite\/de\/arn-strohmeyer,271_1_0_82.5,5\">Arn Strohmeyer (Hg.)<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Satz ist wohl stellvertretend f\u00fcr die damalige Hippie-Philosophie. 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